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Nein zur Entrechtung, Ja zu einer solidarischeren Politik für alle Erwerbstätigen in der postmigrantischen Schweiz

Tuesday, 15. September 2020

Posted by Alessandro Pelizzari, Dominik Gross und Sarah Schilliger

 

10 Thesen für ein postmigrantisches Nein zur Kündigungsinitiative am 27. September und eine offensive und eigenständige linke Politik zur Personenfreizügigkeit darüber hinaus.

1. Ein Ja zur Kündigungsinitiative der SVP würde eine arbeitsmarktpolitische Entrechtung der Beschäftigten zu Gunsten der Unternehmer*innen bedeuten. Der schweizerische Arbeitsmarkt gehört mit einem sogenannten Ausländeranteil [1] von 25% zu den offensten Märkten Europas. Seit den 1950er Jahren und bis zur Einführung der Personenfreizügigkeit zu Beginn des neuen Jahrtausends war die fremdenpolizeiliche Kontingentierung von rotierenden, das heisst zeitlich nur limitiert zugelassenen und rechtlich prekarisierten migrantischen Arbeitskräften (sog. Gastarbeiter*innen [2]) die Regel. Die Personenfreizügigkeit gab Schweizer Beschäftigten ohne Schweizer Pass mehr und neue Rechte. Seit ihrer Einführung versucht die SVP jedoch mit allen politischen Mitteln zur arbeitsmarktpolitischen Logik des Gastarbeiter*innenregimes zurückzukehren. Diese war auf die Produktion von möglichst geringen Arbeitskosten zu Gunsten der Unternehmer*innen ausgelegt und führte zu einer rassistischen Unterscheidung zwischen „Schweizer*innen“ und „Ausländer*innen“. Die Kündigungsinitiative der SVP, über die wir in zwei Wochen abstimmen, ist dabei nur der letzte Angriff in einer Kaskade von Volksinitiativen der rechtsnational-neoliberalen Partei der letzten 20 Jahre. Sie alle verfolgten das Ziel, jene Menschen in der Schweiz möglichst umfassend zu entrechten, die über kein Schweizer Bürger*innenrecht verfügen. Diese Politik bildet seit den 1980er Jahren den Kern der Blocher-SVP: Sie will die rechtliche, soziale und kulturelle Diskriminierung der „Ausländer*innen“ in der Schweiz zementieren. Neben entsprechender Reformen des Strafrechts („Ausschaffung krimineller Ausländer“), der Glaubensfreiheit („Minarettverbot“) und der Sozialsysteme („Einwanderung in den Sozialstaat“) will die SVP diese vielfältigen Diskriminierungsformen auch arbeitsrechtlich durchsetzen. Deshalb will sie auch das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) kündigen und die dazugehörigen flankierenden Massnahmen (flaM) zum Schutze der Beschäftigten abschaffen. Im Gegenzug möchte die SVP zurück zur Kontingentierung und zu prekären Kurzaufenthaltstiteln. Wenn es nach den Initiant*innen geht, ist die ideale ‘just in time’-Arbeitskraft in Branchen wie dem Bau, der Landwirtschaft, der Gastronomie oder der Hauswirtschaft bloss mit einem temporären Arbeitsvertrag in der Schweiz beschäftigt. Sie ist demnach auch ungenügend sozialversichert, wenig geschützt und so einem hohen Risiko ausgesetzt, von den Unternehmer*innen ausgebeutet zu werden. Bezeichnend für diese Migrationspolitik ist die damit verbundene Auslagerung der sozialen Reproduktion und der Berufsbildung in die Herkunftsländer der migrantischen Arbeitskräfte – was im Kern eine Ausbeutung menschlicher Ressourcen im globalen Kontext darstellt [3].

2. Die Personenfreizügigkeit ist eine historische Ausnahme, die es zu verteidigen und auszuweiten gilt. Das heute geltende Migrationsregime ist das Resultat vielfältiger Kämpfe seit der Gastarbeiter*innen-Ära: von Migrant*innen selbst und von mit ihnen solidarischen politischen Kräften einerseits und den entsprechenden Aushandlungen mit den Unternehmer*innen andererseits [4]. Ein prägendes Element dabei war der Aushandlungsprozess zwischen Arbeitgeber*innenverbänden und Gewerkschaften nach dem Scheitern des Beitritts zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) 1992. Während die Unternehmer*innen mit dem Freizügigkeitsabkommen den Zugang zu den europäischen Märkten und den nötigen Zustrom ausländischer Arbeitskräfte absichern konnten, schafften es die Gewerkschaften, das rassistisch diskriminierende Saisonnierstatut abzuschaffen, formal-rechtliche Gleichbehandlung für Migrant*innen durchzusetzen und mit den flankierenden Massnahmen neuartige Lohnschutzinstrumente gegen Dumping einzuführen, von denen auch die «inländischen» Arbeitskräfte profitierten. Diese «kontrollierte Personenfreizügigkeit» genoss während zweier Jahrzehnte den Rückhalt einer Mehrheit der Bevölkerung – bis zum knappen Ja der Stimmberechtigten zur „Masseneinwanderungs-Initiative“ der SVP von 2014. Bei einer Annahme der Kündigungsinitiative würden die flankierenden Massnahmen wegfallen, so z.B. das Recht auf einen gesetzlichen Mindestlohn in Branchen mit nachgewiesenem Lohndumping. Die SVP entrechtet damit nicht nur Beschäftigte ohne Schweizer Pass, sondern alle Erwerbstätigen.

3. Die Personenfreizügigkeit hat zwar einerseits die Stellung aller Beschäftigten in der Schweiz gestärkt, umgekehrt aber im Niedriglohnsegment zu einer neuen Prekarisierung geführt. Zwar hat die starke Zunahme von Erwerbstätigen ohne Schweizer Pass (+30% seit Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens) nicht zu einer höheren Erwerbslosigkeit geführt. Aber die Struktur der Einwanderung hat sich stark verändert. Die Zahl der Grenzgänger*innen hat sich seit 2004 vervierfacht, jene der Kurzaufenthalter*innen verdoppelt. Zusammen mit den Entsandten (also den Erwerbstätigen, die für eine Firma, die in einem EU-Land stationiert ist, für kurze Zeit Aufträge transnational ausführen) und den selbständigen Dienstleister*innen übersteigt die Gesamtzahl von kurzen bis sehr kurzen Aufenthaltsbewilligungen jene der Saisonniers zu deren Höchstzeiten in den 1960er Jahren [5]. Das Rotationsprinzip bzw. die heutige, weniger staatlich gesteuerte Pendelmigration hat mit der Personenfreizügigkeit nicht ab-, sondern vielmehr zugenommen. Häufig ist es dabei für temporäre Arbeitsmigrant*innen aufgrund ihrer sozialen Isolation, den geringen Sprachkenntnissen und dem fehlendem Wissen um die ihnen zustehenden Rechte schwierig, sich politisch zu organisieren und sich so gegen Lohnmissbrauch, ausbeuterische Arbeitsbedingungen und schwierige Lebensbedingungen zu wehren. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt seit der erweiterten Personenfreizügigkeit nicht nur am unteren Ende (d.h. in Niedriglohn-Branchen), sondern auch im Hochlohnsegment verstärkt durch Migration geprägt: Über die Hälfte (54%) der im Rahmen der Personenfreizügigkeit Zugewanderten verfügen über eine Ausbildung auf Tertiärstufe – gegenüber 39% der Erwerbstätigen mit Schweizerpass[6]. Unter den Erwerbstätigen mit Kaderfunktion verdienen die Schweizer*innen durchschnittlich weniger als die Ausländer*innen, während es sich bei den restlichen Erwerbstätigen gerade umgekehrt verhält. Diese Entwicklungen führen am unteren Ende der Lohnskala zu einer erneuten Prekarisierung der Beschäftigten, die mit jener unter dem Saisonnierstatut vergleichbar ist. Sie führen auch zu einer wachsenden Einkommensungleichheit in der Schweiz – dies vor allem, wenn man hier die Beschäftigten mit Kurzaufenthaltstiteln und Grenzgänger*innen mitberücksichtigt. Um die Unterstützung der Personenfreizügigkeit unter den Beschäftigten zu sichern, braucht die Linke in der Schweiz Instrumente, mit der sie der erneuten Prekarisierung vor allem ausländischer Beschäftigter und der wachsenden Ungleichheit in der Schweiz entgegenwirken kann. Dies gilt insbesondere auch im Rahmen der Debatte über das institutionelle Abkommen („Rahmenabkommen“) mit der EU, die nach der Abstimmung vom 27. September wieder aufflammen wird.

4. Ohne starken Lohnschutz führt eine verschärfte Arbeitsmarktkonkurrenz zu mehr Lohndruck. Die beschleunigten Personalwechsel und die steigende Zahl von Erwerbstätigen aus Ländern mit deutlich niedrigerem Lohnniveau legen heute offen, dass die bisherigen flankierenden Massnahmen in einem traditionell liberalen Arbeitsmarkt zu wenig greifen. Nach wie vor ist die Anzahl von Arbeitsinspektor*innen ungenügend, um den Vollzug der flankierenden Massnahmen zu garantieren. Dieser Vollzug ist aber unverzichtbar, um die Einhaltung des Lohnschutzes in den Betrieben zu gewährleisten. Zudem ist es seit Einführung der Personenfreizügigkeit nicht zu einem entsprechend wirksamen Ausbau von Gesamtarbeitsverträgen gekommen. Rund zwei Drittel der Beschäftigten in der Schweiz sind weiterhin keinem Mindestlohn unterstellt. Gleichzeitig sind die Missbrauchsquoten der Betriebe extrem hoch [7]. Als Resultat davon entwickelten sich die Löhne in gewissen Teilarbeitsmärkten negativ. Davon betroffen sind Tiefqualifizierte, die Grenzregionen am Genfer See und im Tessin und sensible Branchen wie das Ausbau- und Gastgewerbe und der Detailhandel. Wie stark das Lohnniveau vom Aufenthaltsstatus geprägt wird, zeigen folgende Zahlen: Schweizer*innen erzielten im Jahr 2016 für eine Vollzeitbeschäftigung im Durchschnitt einen Monatslohn von 7’716 Franken. Ausländer*innen mit einer C-Bewilligung verdienten im Schnitt rund 500 Franken weniger, solche mit einer B-Bewilligung rund 600 Franken, Grenzgänger*innen rund 770 Franken und Kurzaufenthalter*innen mit einer L-Bewilligung gar rund 1’900 Franken weniger als Schweizer*innen[8].

5. Durch die Prekarisierung der Beschäftigten im Niedriglohnsektor ist das Vertrauen in das gewerkschaftliche Narrativ einer «kontrollierten Personenfreizügigkeit» erodiert. Selbstverständlich ist die Lohnentwicklung nicht einfach dem Freizügigkeitsabkommen zuzuschreiben. Mit ihrer aggressiven Kampagne für die Masseneinwanderungsinitiative von 2014 gelang es der SVP aber, die politische Deutungshoheit über den Arbeitsmarkt zu erlangen. Sie stellte Lohndruck, Verdrängung von inländischen Arbeiter*innen und die Belastung der Sozialwerke in einen direkten Zusammenhang zum Freizügigkeitsabkommen. Statt «Lohnschutz» versprach sie «Grenzschutz» gegen Migrationsströme nach dem alten Muster der Kontingentierung. Die Zustimmung für die Masseneinwanderungsinitiative war denn auch unter prekär Beschäftigten und Erwerbslosen besonders hoch[9], aber auch in Teilen der Mittelschicht, deren sozialer Status unter Druck gekommen war.

6. Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative sind Linke und Gewerkschaften in der migrationspolitischen Defensive. Sie hatten sich zu lange auf dem politischen Erfolg der flankierenden Massnahmen und den damit verbundenen arbeitsrechtlichen Fortschritten ausgeruht. Dabei haben sie es verpasst, parallel dazu die eigene gesellschaftliche Mobilisierungsfähigkeit für den nötigen Ausbau des Lohnschutzes zu stärken, basisgewerkschaftliche Organisierung genügend voranzutreiben und ein linkes Narrativ zu entwerfen, mit dem eine inklusive solidarische Politik entwickelt werden kann, die bei den konkreten Alltagserfahrungen in der Arbeitswelt ansetzt. Entsprechend spielten sie in der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative eine untergeordnete Rolle. Die Arbeitgeber*innenverbände unterbreiteten der SVP und eben nicht den Gewerkschaften Gesprächsangebote für eine wirtschaftskompatible Ausgestaltung der Kontingentierung. Das letztlich vom Parlament beschlossene Prinzip eines «Inländervorrangs light» als gesetzgeberische Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative erweist sich zwar heute als zahnloser Papiertiger, hat aber die ideologische Vorherrschaft der SVP weiter bekräftigt, «Ausländer*innen» und nicht die Unternehmer*innen für die Spannungen auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich zu machen.

7. Die Kündigungsinitiative hat das oberste Ziel, den Lohnschutz weiter zu schwächen – und ist deshalb als das zu bezeichnen, was sie ist: eine «Entrechtungsinitiative». Ziel der SVP ist nicht, die «Masseneinwanderung» zu bremsen, sondern die migrantischen Arbeitskräfte weiter zu prekarisieren, indem die flankierenden Massnahmen gänzlich abgeschafft werden sollen. Mit einer Rückkehr zum Nachkriegsmodell der Kontingentierung im Rahmen des Saisonnierstatuts würde sich das System wieder flexibel und ohne Reibungsverluste durch die aktuelle Berücksichtigung der Arbeitnehmer*innen-Interessen den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes anpassen. Denn es hätte für Arbeitgeber*innen den entscheidenden Vorteil, dass es den Arbeitnehmenden das Recht zur Selbstverteidigung gegen Lohndumping abspricht. Wie die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative gezeigt hat, kann die SVP in diesem Punkt auf den Rückhalt der Arbeitgeber*innenverbände zählen – und ironischerweise auch der Kommission der Europäischen Union, die im Zusammenhang mit dem institutionellen Rahmenabkommen einen massiven Rückbau der Lohnschutzmechanismen verlangt.

8. Migrationspolitik ist immer auch Arbeitsmarktregulation, die in erster Linie den Interessen der Arbeitgeber*innen dient. Zwar stellt sich die Linke heute geeint gegen die Kündigungsinitiative, im aktuellen migrationspolitischen Kontext droht sie jedoch den (klassenpolitischen) Kompass zu verlieren. Auf der einen Seite steht die anti-isolationistische, meist urbane Ober- und Mittelschicht, die im Namen einer abstrakten Öffnung hin zu Europa bereits signalisiert, nach der Abstimmung mit den Arbeitgeber*innen Kompromisse beim Lohnschutz eingehen zu wollen. Sie ist damit bereit, eine Schwächung von diesem in Kauf zu nehmen, um eine rasche Einigung bei den Verhandlungen mit der EU rund um das institutionelle Rahmenabkommen zu erreichen. Auf der sozialchauvinistischen und linksnationalistischen Seite wird fabuliert, dass man «abtrünnige» Arbeiter*innen nur mit «immigrationsdämpfenden» flankierenden Massnahmen aus den Fängen der SVP zurückholen kann. Beide Positionen treiben indes genau jene gesellschaftlichen Entsolidarisierungstendenzen voran, von denen letztlich vor allem die SVP und zumindest teilweise auch die Arbeitgeber*innen profitieren.

9. Die Kündigungsinitiative der SVP stellt nicht nur die europäische und die nationale, sondern vor allem die soziale Frage. Sie greift die Arbeitnehmer*innenrechte sowohl von In- wie von Ausländer*innen frontal an. Der systematische Widerstand der Arbeitgeber*innen gegen den Ausbau dieser Rechte und ihre systematische Umgehung der bestehenden flankierenden Massnahmen, haben erst dazu geführt, dass die Masseneinwanderungsinitiative eine Mehrheit in der abstimmenden Bevölkerung fand. Auch wenn die Kündigungsinitiative abgelehnt werden sollte, heisst das deshalb noch lange nicht, dass der historische Kompromiss zwischen den Interessen der Unternehmer*innen und den Beschäftigten im Rahmen der Schweizerischen Europapolitik der letzten 30 Jahre weiterhin aufrechterhalten werden kann. Dies gilt erst Recht vor dem Hintergrund der massiven Prekarisierung, welche die bürgerliche Rechte im Nachzug der Covid-19 Krise vorantreibt: Für jede Dezimalstelle, um die die Löhne weiter sinken, gewinnt die SVP einen Prozentpunkt mehr bei der Kündigungsinitiative. Gemeinsame Pressekonferenzen mit Arbeitgeber*innenverbänden und bürgerlichen Parteien gegen die Kündigungsinitiative sind daher aus linker Perspektive ein Eigengoal.

10. Linke Politik gegen die Entrechtung der Beschäftigten in der Schweiz muss eine offensive Politik für den weiteren Ausbau des Arbeitnehmer*innenschutzes und einer Anerkennung der Schweiz als postmigrantisches Land werden. Der politische Kampf gegen die SVP muss deshalb gleichzeitig auch ein Kampf gegen jene Arbeitgeber*innen sein, die in den letzten Jahren jeglichen Ausbau der Rechte für Arbeitnehmende verhindert haben. Dieser Kampf ist nur zu gewinnen, wenn dem autoritär-liberalen Diskurs endlich wieder eine linke Erzählung der inklusiven Solidarität, der Anerkennung und der sozialen Umverteilung entgegengesetzt wird, welche sowohl zugewanderte wie auch niedergelassene Arbeitnehmer*innen gleichermassen berücksichtigt und auf kollektive Mobilisierungen setzt, um den dringend nötigen Ausbau des Lohn- und Kündigungsschutzes voranzutreiben. Dies wird nur mit einer eigenständigen linken Politik möglich sein, mit der man sich von der rechtsnationalen Hetze gegen „Ausländer*innen“, der neoliberalen Schleifung des Arbeitnehmer*innenschutzes und den sozialchauvinistischen Forderungen für eine Eindämmung der Arbeitsmigration unmissverständlich emanzipiert. So muss die Kündigungsinitiative am 27. September von den Stimmenden möglichst deutlich verworfen werden, damit sich der Linken im Nachgang zur Abstimmung die vielleicht für lange Zeit einmalige Chance bietet, die migrationspolitische Hegemonie der Rechten in der Schweiz zu brechen. Sie wird diese Chance aber nur nutzen können, wenn sie eine Politik entwickelt, die eine weitere Öffnung der Schweiz Richtung Europa – und darüber hinaus – mit einem Ausbau des Arbeitnehmer*innenschutzes und einer rechtlichen, sozialen und kulturellen Anerkennungspolitik der postmigrantischen Realität in diesem Land verbindet.

Endnoten

[1] Wie der Soziologe Peter Streckeisen anmerkt, stiftet der Begriff «Ausländeranteil» im besseren Fall Verwirrung, im schlechteren Fall trägt er aber durch seine Problemorientierung zu Rassismus bei. Peter Streckeisen (2020): Der Ausländeranteil: Rest in Peace, Blog nccr – on the move
[2] Vergleiche bisherige INES-Blogbeitrage zum Thema: Naguib/Maiolino 2019, Espahangizi 2019, de Martin 2019, Jain 2020.
[3] Vgl. Ulrich Brand, Markus Wissen: Die imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus, 2017. / Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut:
Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis, 2016.

[4] Vgl. André Holenstein, Patrick Kury, Kristina Schulz: Schweizer Migrationsgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Baden 2018. / Francesca Falk: Gender Innovation and Migration in Switzerland, 2019. / Angelo Maiolino: Als die Italiener noch „Tschinggen“ waren. Der Widerstand gegen die Schwarzenbach-Initiative, Zürich 2011.
[5] Vgl. Alessandro Pelizzari, Mit dem Inländervorrang in die Defensive. Zur gewerkschaftlichen Debatte um das neue Migrationsregime; Widerspruch 72, 2018, S. 129-140.
[6] Seco 2018, 14. Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz – EU
[7] Vgl. Alessandro Pelizzari, 2018.
[8] Seco 2019, 15. Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz – EU
[9] Vgl. Sciarini P., Nai A., Tresch A. (2014), Analyse de la votation fédérale du 9 février 2014, UNIGE, Genève. Und: Moser P. (2014), Wo und Weshalb schwand die Zustimmung zur Personenfreizügigkeit?, Statistisches Amt des Kantons Zürich, Zürich.


Zu den Autorinnen

Alessandro Pelizzari ist Soziologe, ehem. Regiosekretär der Gewerkschaft Unia Genf und Direktor der Haute Ecole de Travail social et de la Santé Lausanne (HETSL).

Dominik Gross ist Historiker und arbeitet als politischer Analyst. Er wirkt in der Entwicklung der INES-Politik mit.

Sarah Schilliger ist Soziologin, forscht an der Universität Bern (Walter Benjamin Kolleg), lehrt an der Universität Basel und ist aktiv in der Bewegung „Wir alle sind Bern“


 

 

«Bildung für alle – jetzt!» - diskriminierungsfreie postmigrantische Schulkultur

Friday, 9. October 2020

Posted by Insitut Neue Schweiz INES

 

Die neu lancierte Kampagne «Bildung für alle – jetzt!» setzt sich schweizweit dafür ein, dass der Zugang zur Bildung für Geflüchtete verbessert wird. Auf allen Stufen – obligatorische Schule, Berufs- und Mittelschulbildung und Hochschulen – müssen Hindernisse und Lücken beseitigt werden. Trägerinnen der Kampagne sind die Gewerkschaft VPOD, der Verband der Schweizer Studierendenschaften VSS, die Grund- und Menschenrechtsorganisation Solidarité sans frontières und eine Reihe von Einzelpersonen.

#DeepDiversity

FRINES @KinoimKocher
22.August 2020 18:00 – 23:30

 

Glossary
Glossary #NewSwitzerland

 

The #NewSwitzerland glossary is going to present concepts relevant to understanding migration, diversity and racism in Switzerland – in a well-founded and critical manner. The terms #NeSwitzerland and #DeepDiversity offer an entry point.

Memleket - Stimmen der Neuen Schweiz: Folge 7!

Friday, 25. September 2020

Posted by Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket - stimmen der neuen schweiz.

Folge 7 des INES-Podcasts memleket: Hier wird jener Teil der Schweiz hörbar, der heute noch nicht wirklich wahrgenommen wird. Hier spricht die plurale, diverse Schweiz mit Migrationsvordergrund, eine, die eine andere Sicht auf die Welt hat.

Nein zur Entrechtung, Ja zu einer solidarischeren Politik für alle Erwerbstätigen in der postmigrantischen Schweiz

Tuesday, 15. September 2020

Posted by Alessandro Pelizzari, Dominik Gross und Sarah Schilliger

 

10 Thesen für ein postmigrantisches Nein zur Kündigungsinitiative am 27. September und eine offensive und eigenständige linke Politik zur Personenfreizügigkeit darüber hinaus.

«Wir können wirklich etwas verändern»

Thursday, 20. August 2020

Posted by Sara Winter Sayilir von Surprise

 

«Ich muss nicht weiss werden, es gibt auch andere Arten, Schweizerin zu sein.» LAURA RIVAS KAUFMANN, 30, arbeitet in der Bildredaktion des Tages-Anzeigers und als freie Journalistin bei Tsüri.ch. Als Aktivistin ist sie in mehreren PoC-Kollektiven dabei und beschäftigt sich intensiv auch mit Feminismus.

Was bewegt Menschen aus der antirassistischen Bewegung in Zeiten von «Black Lives Matter»? Surprise hat vier Aktivist*innen zum Gespräch eingeladen und ausnahmsweise einfach nur zugehört.

Grenzerfahrungen – Ein Bericht einer postmigrantischen Schweizerin

Wednesday, 1. July 2020

Posted by Lucia Aguilar, Mitglied INES Institutsleitung, redigiert von Christoph Damke, Maria-Cecilia Quadri und Tarek Naguib.

 

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen in Europa wieder geöffnet. Ein Rückblick einer postmigrantischen Schweizerin, die während Corona von Costa Rica über die Schweiz bis nach Hamburg gelangt ist.

Die höchste Luzernerin hat Migrationsbiographie!

Tuesday, 30. June 2020

Posted by Stimmen der Neuen Schweiz

 

Ylfete Fanaj

Am 23. Juni wurde Ylfete Fanaj zur höchsten Luzernerin gewählt, sie ist neu Präsidentin des Kantonsrats. Wir gratulieren Ylfete Fanaj zu ihrem Erfolg und drucken hier mit ihrer Erlaubnis ihre starke und wichtige Rede zur Wahlannahme ab.

Schwarzenbach geht uns alle an! Gedanken zu einer vielstimmigen, antirassistischen Erinnerungspolitik

Friday, 26. June 2020

Posted by Rohit Jain

 

Die Schweiz hat sich von der Black Lives Matter-Bewegung und der davon ausgelösten Rassismus-Debatte überraschen lassen. Dass die Black Lives Matter-Bewegung mit dem Gedenktag an die Ablehnung der Schwarzenbach-Initiative vor 50 Jahren zusammenfällt, ist Zufall und Glücksfall zugleich: Das erste Mal seit den Protesten gegen das Gastarbeiterregime zwischen den späten 1960er und frühen 1980er Jahren finden wieder Massenproteste gegen Rassismus statt, die die Gesellschaft durchschütteln. Wie lässt sich eine kritische Erinnerung an das Gastarbeiterregime als Ausgangspunkt nehmen, um historische Schuld verantwortungsvoll und nachhaltig aufzuarbeiten und eine vielstimmige, antirassistische Demokratisierung zu stärken?

memleket - stimmen der neuen schweiz: Mardoché Kabengele

Friday, 19. June 2020

Posted by Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket - stimmen der neuen schweiz

Mardoché Kabengele: Folge 6 unseres Podcasts "memleket" ist online!

#NewSwitzerland

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

Monday, 15. June 2020

Posted by INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

OPEN LETTER TO THE FEDERAL COUNCIL

Friday, 1. May 2020

Posted by INES Institute New Switzerland

 

ECONOMIC NEEDS IN TIMES OF THE CORONA CRISIS MUST NOT ENDANGER RESIDENCE STATUS AND NATURALISATIONS - LET US SHOW SOLIDARITY HERE, TOO!

memleket Folge 4: Carlos Ortega

Friday, 13. March 2020

Posted by Christoph Keller & Ugur Gültekin

 

Caption

Unser Blog "Stimmen der neuen Schweiz" hat seit Februar 2020 auch ein Podcast-Format. memleket. Folge 4 ist jetzt online !

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Friday, 6. March 2020

Posted by Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

memleket - stimmen der neuen schweiz

Friday, 21. February 2020

Posted by Christoph Keller & Ugur Gültekin

 

Unser Blog "Stimmen der neuen Schweiz" hat jetzt auch ein Podcast-Format: memleket. Die ersten drei Folgen sind online verfügbar!

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Tuesday, 21. January 2020

Posted by Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

«Stadt-für-alle»-Aktion vor der Fachhochschule St. Gallen

Monday, 11. November 2019

Posted by Mardoché Kabengele

 

Copyright: Dani Fels

Eine Ostwind-Initiative in Anlehnung an die Urban Citizenship-Debatte in anderen Städten der Schweiz.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Monday, 15. July 2019

Posted by Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

Thursday, 16. May 2019

Posted by Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Wednesday, 9. September 2020

Posted by Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen* Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort.

«Bildung für alle – jetzt!» - diskriminierungsfreie postmigrantische Schulkultur

Friday, 9. October 2020

Posted by Insitut Neue Schweiz INES

 

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#DeepDiversity

Glossary
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Posted by Christoph Keller & Ugur Gültekin

 

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Memleket - Stimmen der Neuen Schweiz: Folge 7!

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Posted by Stimmen der Neuen Schweiz

 

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Am 23. Juni wurde Ylfete Fanaj zur höchsten Luzernerin gewählt, sie ist neu Präsidentin des Kantonsrats. Wir gratulieren Ylfete Fanaj zu ihrem Erfolg und drucken hier mit ihrer Erlaubnis ihre starke und wichtige Rede zur Wahlannahme ab.

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memleket - stimmen der neuen schweiz

Mardoché Kabengele: Folge 6 unseres Podcasts "memleket" ist online!

#NewSwitzerland

OPEN LETTER TO THE FEDERAL COUNCIL

Friday, 1. May 2020

Posted by INES Institute New Switzerland

 

ECONOMIC NEEDS IN TIMES OF THE CORONA CRISIS MUST NOT ENDANGER RESIDENCE STATUS AND NATURALISATIONS - LET US SHOW SOLIDARITY HERE, TOO!

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Friday, 6. March 2020

Posted by Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Tuesday, 21. January 2020

Posted by Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Monday, 15. July 2019

Posted by Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Wednesday, 9. September 2020

Posted by Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen* Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort.

INES