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Vorwort zum Handbuch Neue Schweiz

lunedì, 1. novembre 2021

Da Institut Neue Schweiz

 

Ab dem 25. November ist das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ (Diaphanes Verlag) im Buchhandel erhältlich. Es vereint politische Essays, historische Analysen, biografische Geschichten und literarische Texte mit künstlerischen Bildbeiträgen. Im November und Dezember organisiert INES vier Buchvernissagen in Bern, Basel, Zürich und St. Gallen. Die Neue Schweiz ist längst da – voller Migration und Vielfalt! Sie muss nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Hier das Vorwort der Redaktion.

Als wir im Frühjahr 2019 den Gedanken an ein Buch von INES formulierten, wussten wir von Beginn an, welche Herausforderungen ein solches Unterfangen mit sich bringen würde. Wir alle hatten unsere professionellen Erfahrungen mit Büchern: Anisha als Herausgeberin, Manuel als Gestalter, Mirjam als Buchmacherin, Shirana als Künstlerin, Rohit als Sozialanthropologe und Tarek als Jurist und Aktivist. Aber in diesem Fall stand – und steht – viel auf dem Spiel. Denn es ist klar, dass wir mit diesem Buch in eine Gesellschaft intervenieren, die längst eine postmigrantische und postkoloniale ist, dies aber viel zu wenig anerkennt. Diese Gesellschaft ist sich des Erbes von Migration und Kolonialismus wenig bewusst und setzt daher politisch, juristisch, institutionell und kulturell weiterhin auf die Unterscheidung von «Wir» und den «Anderen», und allzu oft auf die Ausgrenzung dieser «Anderen».

In den letzten Jahren sind immer mehr solche «anderen» Stimmen aus dem Migrationsuntergrund aufgetaucht, die gegen diese Ordnung ankämpfen – aktivistisch, literarisch, wissenschaftlich, musikalisch, künstlerisch, biografisch. Diese Stimmen sind wütend, traurig, ernst, witzig, lustvoll, kritisch, utopisch – vieles gleichzeitig. Mit diesem Buch wollen wir diese endlich versammeln, um lautstark zu artikulieren, dass eine NEUE SCHWEIZ längst da ist – und zwar unwiderruflich... khalas und basta!

Doch mit dieser Vision entstanden auch viele Fragen: Wie können wir als Redaktion diesen vielen Stimmen, Geschichten und Blickweisen eine gemeinsame Plattform geben, ohne dass es beliebig oder chaotisch wirkt? Wie können wir wiederum der Individualität und Sensibilität der Beiträge, den Persönlichkeiten und Erfahrungen gerecht werden, ohne sie über einen Leisten zu schlagen? Wie können wir Ambivalenzen, Widersprüche und Facetten erhalten, die so charakteristisch sind für gesellschaftliche Veränderung? Wer verfügt über welche Ressourcen, sich in diese Diskussionen einzubringen – und wer nicht? Wie gehen wir damit um, dass vieles, auch in einem solchen Buch der Vielen, nicht erzählt wird oder dass nicht allen bedeutenden Themen gleichzeitig Aufmerksamkeit zukommen kann? Wie können wir in einer Zeit, die zunehmend auf Spaltung setzt, die Zwischenräume besetzen und bespielen?

Die NEUE SCHWEIZ findet vor unseren Augen statt. Wir müssen nur lernen, sie zu sehen und zu lesen. Wir nennen dieses Buch bewusst und mit einem Augenzwinkern «Handbuch». Es ist jedoch kein Handbuch im Sinne einer fachlichen Anleitung; es hält keine Lösungen und Massnahmen bereit. Das Buch versammelt stattdessen Strategien von Menschen, die gelernt haben, ihre Geschichten, ihr Wissen, ihre Analysen, ihre Wirklichkeiten und Visionen zum Ausdruck zu bringen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Das Buch bietet einen Einblick in diese Kunst, eigene Sprachen, Haltungen und Bilder zu entwickeln, um sich in der NEUEN SCHWEIZ zuhause zu fühlen. Das Buch ist eine Einladung zu zivilgesellschaftlicher Teilhabe und Debatte, soll Rüstzeug und Ansätze liefern, damit wir uns trauen, im Alltag mehr in emanzipatorische, postmigrantische Beziehungen zu investieren. Es soll uns anspornen zum Handeln – in der eigenen Lebenswelt und in den institutionellen Zusammenhängen, in denen wir agieren. Und es soll uns mitunter auch Mut machen, Fehler zu begehen, anstatt zu denken, es immer richtig machen zu müssen.

Dieses Buch vereint Bilder, Stories, Analysen sowie Glossarbegriffe, die aus unserer Sicht helfen, sich in der NEUEN SCHWEIZ zu orientieren. Fragmente aus Literatur und Musik legen dazu den Soundtrack. Es ist ein Buch, in das man hineinspringen und das man kursorisch, assoziativ oder linear lesen kann.

Die analytischen Texte reichen von Einblicken in die Geschichte migrantischer Kämpfe und dem Civil Rights Movement in der Schweiz, über die Kritik des europäischen Grenzregimes bis hin zur Analyse kolonialer Verstrickungen der Schweiz und dem Plädoyer für eine neue Erinnerungskultur. In Gesprächsformaten werden aktuelle Debatten zu Identitätspolitik und intersektionalen Allianzen erforscht, sowie künstlerische, aktivistische und juristische Strategien und Praktiken des Widerstands erforscht. Dabei ist es uns wichtig, stets auch die historischen Bewegungen sichtbar zu machen, an die wir und unsere Autor:innen anknüpfen, wie etwa die Mitenand-Initiative, an antirassistische Kämpfe in Grossbritannien und Deutschland oder an postkolonialen und dekolonialen Aktivismus. Die Glossareinträge am Schluss des Buches, erstellt von unterschiedlichen Autor:innen aus ihren jeweiligen Perspektiven, liefern ein praktisches Rüstzeug für alltägliche Gespräche und politische Debatten, bieten Querverweise und Zusammenhänge.

Weiter versammelt dieses Buch eine Vielzahl von Stories. Diese sind biografisch gefärbt, aufgrund eines Bühnenprogramms entstanden, gehen auf ein persönliches Engagement zurück oder sie erzählen von prägenden Begegnungen und Erlebnissen.

Weil Arbeit zu postmigrantischen Themen immer auch persönliche und biografische Arbeit ist, bietet diese wiederum einen Nährboden für künstlerische Imagination. Deshalb war es uns wichtig, die Inhalte dieses Buches durch eine eigenständige visuelle Sprache und mit einer Reihe von künstlerischen Bildbeiträgen zu vermitteln, auf dass sich Text und Bild auf Augenhöhe begegnen. Shirana Shahbazi verantwortete die Bildredaktion in unserem Team und fügte das Bildmaterial gemeinsam mit dem Grafiker Manuel Krebs zu einem hybriden Ganzen.

Im Umgang mit Sprache nahmen wir uns vor, Vielstimmigkeit explizit beizubehalten. So bieten unterschiedliche Textsorten, Genres und Formen der Anrede vielschichtige Leseerfahrungen. Bei den Schreibweisen sind wir pragmatisch wie programmatisch vorgegangen und haben Unterschiede zugelassen, anstatt eine Vereinheitlichung anzustreben – dies im Wissen darum, dass Sprache im Fluss ist und wir mit ihr in Bewegung bleiben.

Ein Buch entsteht immer innerhalb eines zeitlichen Kontexts, mit seinen ganz eigenen Aktualitäten, Tendenzen und Verwerfungen. Die Corona-Pandemie zwang uns als Redaktion zum Innehalten. Sie eröffnete Denkräume und rückte zugleich viele strukturelle Ungleichheiten markant in den Fokus. Hinzu kam, dass der Mord an George Floyd in Minneapolis/USA auch in der Schweiz eine heftige Debatte über Rassismus entfachte und mit der Black-Lives-Matter-Bewegung die Mechanismen der Dethematisierung, Verdrängung und Verharmlosung entblösst wurden. Gleichzeitig engagieren sich immer mehr Menschen gegen Rassismus und für die Anerkennung migrantischer Arbeit und Leben. In diesem Sinn haben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit und hoffen, dass dieses Buch im Dialog steht mit weiteren Interventionen.

Das Handbuch NEUE SCHWEIZ ist ein Buch von Vielen geworden, ein Akt kollektiver Wissensbildung, und somit auch Ausdruck von Beziehungen: unter Menschen, Communities, Bewegungen, Praktiken. In der Redaktionsarbeit ging es inhaltlich stets darum, wie wir diese Themen in Beziehung zueinander bringen, und um die Art und Weise, wie wir mit Menschen in Beziehung treten und vertrauensvolle Dialoge eingehen. Während wir das Buch stets als unser Ziel vor Augen hatten, war uns der Weg dorthin genauso wichtig. Denn während wir gesellschaftliche Missstände verorten und Ungerechtigkeit anklagen, interessiert uns ebenso, wie wir miteinander in Beziehung stehen und wie wir unsere Gegenwart miteinander gestalten.

So üben wir ein neues «Wir» ein, und so imaginieren wir Zukunft. Dieses Buch liefert Bilder, Begriffe, Analysen und Geschichten dazu. Es schafft Raum und lädt dazu ein, Raum einzunehmen – eigenen Raum und gesellschaftlichen Raum, der letztlich immer auch politischer Raum ist. Denn, wie der britisch-srilankische Soziologe Ambalavaner Sivanandan zu sagen pflegte, in Umkehrung eines alten Mottos: «The personal is not political: The political is personal». Das Persönliche ist nicht politisch. Das Politische ist persönlich.

Die Redaktion, Oktober 2021
Mirjam Fischer, Anisha Imhasly, Rohit Jain, Manuel Krebs, Tarek Naguib, Shirana Shahbazi

Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ ist ab dem 25. November im Buchhandel erhältlich. Im November und Dezember organisiert INES vier Buchvernissagen in Bern, Basel, Zürich und St. Gallen.

Cover Handbuch Neue Schweiz, Diaphanes Verlag 2021

 

 

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

venerdì, 10. settembre 2021

Da Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#NuovaSvizzera

Glossario
Glossario #Nuova Svizzera

 

Il glossario #NuovaSvizzera presenta le nozioni rilevanti che permettono di comprendere in maniera fondata e critica i temi legati alla migrazione, al pluralismo e al razzismo in Svizzera.

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

domenica, 20. giugno 2021

Da Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

«We Talk. Schweiz ungefiltert» - die Talkshow mit Migrationsgeschichte am Frauen*streik

martedì, 15. giugno 2021

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

Feministische Aktionstage 2021, Fotos: raumsinn | dani fels

«We Talk. Schweiz ungefiltert» wurde im Frühling 2021 vom Förderverein des Institut Neue Schweiz, dem Berner Rassismus Stammtisch und dem Kollektiv Ostwind - Ostschweiz mit Migrationsvorsprung ins Leben gerufen. Bei We Talk sprechen Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung miteinander: «Ungefiltert, reflektiert und kritisch.» Gestern wurde im Rahmen des Frauen*streiks die zweite Folge lanciert.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

giovedì, 3. giugno 2021

Da Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

martedì, 1. giugno 2021

Da Institut Neue Schweiz

 

raumsinn / dani fels

Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

domenica, 30. maggio 2021

Da Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

«Was hat dein Name für eine Sprache?»

giovedì, 20. maggio 2021

Da Cathrine Lutz, Co-Leiterin Projekt «Schul-Geschichte der Neuen Schweiz»

 

Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

giovedì, 15. aprile 2021

Da Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

#DeepDiversity

LETTERA APERTA AL CONSIGLIO FEDERALE DELLA SVIZZERA: LE DIFFICOLTÀ ECONOMICHE IN TEMPO DI CRISI A CAUSA DEL CORONAVIRUS NON DEVONO METTERE A REPENTAGLIO IL PERMESSO DI RESIDENZA E LA NATURALIZZAZIONE - ANCHE IN QUESTO CASO SIAMO SOLIDALI!

venerdì, 1. maggio 2020

Da INES Istituto Nuova Svizzera

 

La pandemia del coronavirus non è solo una crisi sanitaria, ma anche sociale ed economica. Molte persone sono minacciate dalla disoccupazione, dipenderanno dall'aiuto sociale e dovranno indebitarsi, anche in Svizzera. Ciò ha enormi conseguenze finanziarie e sociali, ma anche - cosa che molti non sanno - legali. Il criterio dell'"integrazione economica" svolge un ruolo decisivo nelle decisioni relative al permesso di residenza e alla naturalizzazione. La pandemia del coronavirus è quindi una minaccia esistenziale per molte persone. Ciò riguarda potenzialmente un quarto della popolazione residente che non ha la cittadinanza svizzera, ma che sostiene e contribuisce a costruire il paese quotidianamente.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

venerdì, 6. marzo 2020

Da Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

martedì, 21. gennaio 2020

Da Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

lunedì, 15. luglio 2019

Da Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

giovedì, 16. maggio 2019

Da Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

lunedì, 15. giugno 2020

Da INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

venerdì, 9. aprile 2021

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

mercoledì, 9. settembre 2020

Da Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucía Aguilar und einem Stand vor Ort. **

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

giovedì, 8. aprile 2021

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

venerdì, 10. settembre 2021

Da Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#NuovaSvizzera

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

domenica, 20. giugno 2021

Da Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

giovedì, 3. giugno 2021

Da Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

domenica, 30. maggio 2021

Da Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

giovedì, 15. aprile 2021

Da Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

venerdì, 6. marzo 2020

Da Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

lunedì, 15. luglio 2019

Da Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

lunedì, 15. giugno 2020

Da INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

mercoledì, 9. settembre 2020

Da Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucía Aguilar und einem Stand vor Ort. **

Glossario
Glossario #Nuova Svizzera

 

Il glossario #NuovaSvizzera presenta le nozioni rilevanti che permettono di comprendere in maniera fondata e critica i temi legati alla migrazione, al pluralismo e al razzismo in Svizzera.

«We Talk. Schweiz ungefiltert» - die Talkshow mit Migrationsgeschichte am Frauen*streik

martedì, 15. giugno 2021

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

Feministische Aktionstage 2021, Fotos: raumsinn | dani fels

«We Talk. Schweiz ungefiltert» wurde im Frühling 2021 vom Förderverein des Institut Neue Schweiz, dem Berner Rassismus Stammtisch und dem Kollektiv Ostwind - Ostschweiz mit Migrationsvorsprung ins Leben gerufen. Bei We Talk sprechen Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung miteinander: «Ungefiltert, reflektiert und kritisch.» Gestern wurde im Rahmen des Frauen*streiks die zweite Folge lanciert.

Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

martedì, 1. giugno 2021

Da Institut Neue Schweiz

 

raumsinn / dani fels

Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

«Was hat dein Name für eine Sprache?»

giovedì, 20. maggio 2021

Da Cathrine Lutz, Co-Leiterin Projekt «Schul-Geschichte der Neuen Schweiz»

 

Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

#DeepDiversity

LETTERA APERTA AL CONSIGLIO FEDERALE DELLA SVIZZERA: LE DIFFICOLTÀ ECONOMICHE IN TEMPO DI CRISI A CAUSA DEL CORONAVIRUS NON DEVONO METTERE A REPENTAGLIO IL PERMESSO DI RESIDENZA E LA NATURALIZZAZIONE - ANCHE IN QUESTO CASO SIAMO SOLIDALI!

venerdì, 1. maggio 2020

Da INES Istituto Nuova Svizzera

 

La pandemia del coronavirus non è solo una crisi sanitaria, ma anche sociale ed economica. Molte persone sono minacciate dalla disoccupazione, dipenderanno dall'aiuto sociale e dovranno indebitarsi, anche in Svizzera. Ciò ha enormi conseguenze finanziarie e sociali, ma anche - cosa che molti non sanno - legali. Il criterio dell'"integrazione economica" svolge un ruolo decisivo nelle decisioni relative al permesso di residenza e alla naturalizzazione. La pandemia del coronavirus è quindi una minaccia esistenziale per molte persone. Ciò riguarda potenzialmente un quarto della popolazione residente che non ha la cittadinanza svizzera, ma che sostiene e contribuisce a costruire il paese quotidianamente.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

martedì, 21. gennaio 2020

Da Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

giovedì, 16. maggio 2019

Da Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

venerdì, 9. aprile 2021

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

giovedì, 8. aprile 2021

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

INES