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Ultimative Story aus dem Krieg

mardi, 6. novembre 2018

De Milenko Lazić

 

Zastava 128

Vorwort

Gewisse Leute, die ich mit der Zeit kennenlernte, fragten immer, und wie war's, im Krieg zu leben? Was ist das für ein Gefühl, aus einer Kriegsregion zu flüchten? Bitte, erzähl uns ein wenig!Und ich sage dann immer, ja nicht viel besser, als dann anschliessend in der Nähe vom Needlepark zu wohnen. Die ersten Leichen habe ich auf den Strassen von Zürich gesehen. Ja, ja, wir alle kennen den Platzspitz. Wie war's in Bosnien im Krieg? Erzähl's uns!

Und ich sage dann, ja, _gewisse Leute, die gerade von der Front kamen, meinten an der Front sei es immer wieder ruhiger und angenehmer als zu Hause, trotz der konstanten Gefahr auf der Stelle zu sterben. An der Front stirbt man, oder nicht. Ausserhalb der Front ist alles ungewiss. Alle sind wahnsinnig, malen sich Zeugs aus, erwarten immer das Schlimmste, fallen wegen jeder Geschichte in Ohnmacht. Wenigstens läuft man an der Front nicht die Gefahr von einem Zehnjährigen erschossen oder überfahren zu werden. Gewissen Leuten gefiel es besser an der Front.

Hier ist das Fleisch, das alle essen wollen! Die ultimative Geschichte aus dem Krieg!

Mit Elf hat mir eine meiner Tanten, die Powertante, das Autofahren beigebracht. Es war Frühling 1992 in Bosnien. Wer weiss, vielleicht rettet der Junge jemandem das Leben damit. Vielleicht sind alle erschossen und der Junge als einziger vielleicht nicht. Und kann die Frauen und noch Kleineren über die Grenze in die Flucht fahren. Die Powertante, man sagt von ihr, sie habe mal einen Typ zusammengeschlagen und in den Graben geschmissen, weil er unfreundlich zu ihr war. Sie musste aus Sarajevo in den Norden flüchten. Man sagt, sie habe dem Direktor der Zigaretten-Fabrik, in der sie gearbeitet hat, vor laufenden Kameras, gesagt, er sei ein Dieb. Ich denke, sie war auch für paar Wochen in der Kiste. Man sagt auch, sie habe mal alleine eine neu gekaufte Waschmaschine nach Hause getragen. Sie hatte keine Ahnung von Genderstudies oder Emanzipationstheorien. Aber genügend Eierstöcke um zu behaupten, dass sie im gleichen Institut für gleichen Lohn, für die gleiche Arbeit arbeite, und dass man nicht einen Hahn spielen solle. Schliesslich haben die Kommunisten Gleichberechtigung und Gleichbehandlung aller, unabhängig von Hintergrund, Geschlecht oder Profession durch ihre Lautsprecher in den Fabriken gepredigt. _Bauer bauert, Schmied schmiedet, Arzt ärztet, Richter richtet und so wächst unser Jugoslawien! À la "alle sind wichtig und zusammen schaffen wir es"! _Zu mir war die Powertante immer nett.

Da ich schon Traktor fahren konnte, war es für mich leicht, Autofahren zu lernen. Das Auto ist nur ein wenig schneller als der Traktor, beide funktionieren aber nach dem gleichen Prinzip. Einschalten, Kupplung, Gang, Gas, Bremse, Kupplung, Gas und los gehts. Nach paar Wochen wurde ich zum Insider, zum ferngesteuerten Auto. Ich schaue hinaus und schaue hinaus, niemand im Auto und das Auto fährt von alleine, geht in die Kurve und verschwindet und kein Mensch im Auto. Da ich zu klein war, um sitzend das Gaspedal zu drücken, musste ich stehend fahren. Fürs Schauen blieb mir die Lücke zwischen dem Steuerrad und der Anzeigetafel. Alles in allem reichte mein Kopf nicht über das Lenkrad hinaus, und so war ich beim Fahren praktisch unsichtbar.

Manche Kinder haben von ihren Eltern Kalaschnikows, andere Handgranaten oder halbautomatische Sturmgewehre gekriegt. Die, die eine Pistole bekommen haben, sind vor Scham gar nicht spielen gekommen. Ich hatte von meiner Familie ein Auto zur Verfügung. Von all den Kalaschnikow-Spielen, die man so spielen kann, gefiel mir am meisten, mit Leuchtmunition in die Dunkelheit zu schiessen.

(Mit solch einer Geschichte hat auch das grösste Problemkind des Landes Respekt vor dir. Eventuell wäre ich der beste Therapeut für schwererziehbare Kinder. Müsste nur in der Raucherecke der Anstalt eine nach der anderen drehen und Geschichten aus dem Leben erzählen. Nicht irgendwelche Theorien! Und ein Semester später wären alle für die Matura am Lernen!)

Zehn Jahre nach dem ersten Schuss mit einer Kalaschnikow machte ich die Rekrutenschule in der Schweiz. Was für eine doofe Idee, mich mit einer Kriegsallergie ins Militär zu schicken? Auf die Aufforderung des Waffeninstruktors in der ersten Lektion, den Knopf zu drücken und den kleinen Bolzen am Lauf zu drehen, sagte ich, Sie, ich habe meine Waffe schon in alle Teile zerlegt, kann ich jetzt, bitte, eine Pause machen, bis die anderen auch soweit sind. Daraufhin hat einer meiner Mitsoldaten, der mitgeschaut hat, wie ich die Waffe auseinander nehme, so Angst gekriegt, dass er die Gruppe wechselte. Ey nei, häsch de Lazić gseh. Nei! Voll Psycho! Sehr wahrscheinlich dachte er, der, der mal im Krieg war, wenn der mal Alpträume hat, ist mindestens die Hälfe der Kaserne tot. S isch nüt luschtig!

Mit dem Auto sind wir immer wieder an den Fluss gefahren, in den Laden, zum anderen Typen, ins andere Dorf. Einfach nicht in die Stadt. Da könnte jemand das Auto klauen! Sonst nobody gives a fuck! Die Polizei gab's nicht und wenn sie kämen, dürften sie dich offiziell für Nichts erschiessen. Es herrscht Ausnahmezustand! Dort drüben ist die Front!

Wie viele Elfjährige passen in ein Fiat 128? Etwa 16, 17 meiner Meinung nach. Wenn dann alle aussteigen wollen, geht es eine halbe Stunde. Und von weitem sieht es aus wie an einer Bushaltestelle.

Die Grossen in dieser Zeit hatten richtig spannende Spielzeuge. Flugzeuge. Anti-Luftabwehr-Autos. Panzer. Bazookas. Raketen. Kennst Du? Mesečina, sunce sija ponoć bije joj joj... Wörtlich übersetzt heisst es: Mondschein, die Sonne scheint, es ist Mitternacht aj, aj... Konkret übersetzt heisst es: es ist Nacht und deine Ortschaft wird gerade bombardiert.

Und wie schnell kann ein Fiat 128 eigentlich maximal km/h auf einer geraden Strecke fahren? Ab 140 shaket der Lenker so fest, dass man ihn fast nicht mehr richtig halten kann und man bekommt Angst vor dem Gaspedal.

Etwa um Mitternacht, als langsam der Spass verging, fuhren wir zu dritt, zuerst einen Freund nach Hause bringen, dann den anderen.

Unasphaltierte Strasse, eine starke Kurve, viel zu viel Kies. Ich, durch eine komische Euphorie getrieben, wie ein Wahnsinniger zu schnell am Fahren. Frage mich jedes Mal, wie ich damals die schmale Brücke passiert habe. In der Kurve fängt das Auto an Slalom zu machen. Instinktiv drücke ich sofort die Bremse. Noch schlimmer! Das Auto schleudert aus der Kontrolle. Durch die Windschutzscheibe erblicke ich den Wald. Ich will die Kupplung drücken. Im ganzen Stress drücke ich aufs Gas und realisiere wie ein Baum auf uns zurast. Ich drücke den Lenker fest mit beiden Händen. Und bang bang. Tsssssss. Bang!

Für eine Sekunde liege ich auf dem Rücken auf der Vorderhaube des Autos. Tsssssss. Ich lande mit beiden Beinen auf der Strasse. Ich drehe mich um und sehe das Auto im Graben seitlich am Liegen. Mein Gott, ich habe Žiko umgebracht, sein Vater ist kürzlich im Krieg gestorben und jetzt bringe ich noch den Jüngsten um, waren meine ersten Gedanken. Ich rufe, Žiko lebst du? Aus dem verkehrten Auto kommt ein schmerzhaftes Ja raus. Danke Gott, ich merke es mir. Ich helfe Žiko aus dem Auto zu steigen.

Alle Türen sind vom Schlag blockiert, die Windschutzscheibe rausgefogen. Er klettert durch das Loch der Windschutzscheibe, aus dem ich zwei Sekunden zuvor in der Mitte des Aufpralls rausgefogen bin. Žiko hatte einen kleinen Kratzer auf der linken Hand. Ich, null Kratzer, nichts. Sehr wahrscheinlich ist die Windschutzscheibe beim Aufprall rausgeflogen und ich selbst eine Millisekunde danach. Der Baum, in den wir aufgeprallt sind, war genug stark, um uns aufzuhalten, aber nicht genug dick, um uns auf der Stelle sofort anzuhalten. So wurde das Auto vom Baum zurückgeschleudert.

Das Dach des Autos, normalerweise flach, parallel zum Boden, war bei meinem Auto nach dem Unfall dreieckig wie ein Zelt. Das Auto völlig zerstört. Paar einzelne Teile hätte man vielleicht noch gebrauchen können, sonst war alles kaputt. Für mich war es, als hätte mich eine riesige Katzenmutter am Nacken gepackt und während des Aufpralls aus dem Auto gezogen und auf den Boden gestellt.

In der Mitte der Nacht sind wir zum ersten Haus gegangen, haben geläutet und gefragt, ob er unser Auto mit seinem Traktor aus dem Graben rausziehen könnte.

Da er unsere Väter kannte, war das auch nach Mitternacht kein Problem. Zurück an der Unfallstelle, sieht es aus wie auf dem Jahrmarkt. Zehn Leute, jede Person berührt irgendeinen Teil des im Graben liegenden Autos und spekuliert. Das Vorderteil des Autos schaut in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Der Bauer, der uns ein wenig aus dem Graben helfen sollte, ruft, uiiii!!! und sagt, Kinder seid froh, dass ihr lebt. Alle rundherum wundern sich, dass wir noch leben. So ein total kaputtes Auto und der eine kommt nur mit einem Kratzer davon!?!

Paar Kilometer weiter, mit dem Wrack des Autos zu Hause angekommen, ist die halbe Nachbarschaft versammelt, um zu hören, was passiert ist. In dieser Zeit lebten neben mir und meinem Bruder noch fünf andere Flüchtlings-Familien aus Sarajevo in unserem Haus. Nach einer Weile sagte ich, ich bin müde und gehe schlafen.

Unter der Decke angekommen, versuche ich zu schlafen. Zu viele Leute draussen und zu viele Bilder im Kopf. Ich stehe wieder auf und geselle mich zur Runde, die auch dieses Glück im Unglück ausnutzte, um die ganze Nacht hindurch mit Schnaps zu feiern. Das war meine erste
Freinacht.

Am nächsten Morgen, als wir der Grossmutter von Žiko vom Ereignis erzählten, sagte sie, wir sollten beim dritten Unfall aufpassen, denn das dritte Mal sei das Unglücklichste.

Als ich meinen Eltern telefonisch vom kaputten Auto erzählte, waren sie überglücklich, und sagten, ich solle mir keine Sorgen machen,
Hauptsache mir fehle nichts. Ein paar Wochen später kam ich zu ihnen in die Schweiz, weil es vorher nicht möglich war.

ZUM AUTOR:
Milenko Lazić ist freischaffender Künstler, er lebt und arbeitet in Zürich. Mehr zu seinem künstlerischen Schaffen unter www.milenko.ch

 

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ÖFFENTLICHER APPELL: SOLIDARITÄT MIT DER REVOLUTION IM IRAN

vendredi, 4. novembre 2022

De Institut Neue Schweiz INES

 

INES solidarisiert sich mit der Revolution im Iran und unterstützt die iranischstämmigen Protestierenden in der Schweiz. Wir verurteilen jede Form totalitärer Interpretation von Weltanschauung und Religion für Verletzungen von Menschenrechten. Eine Demokratie lebt davon, dass durch sie Selbstbestimmung, Freiheit und Gleichheit in der Vielfalt gestärkt werden.

#NouvelleSuisse

Entre l'exotisme et la critique? La passé et l'avenir postcoloniale du spectacle du theâtre de Zürich
30.août 2018 21:00 – 22:00

 

Le spectacle de théâtre de Zurich a été une plate-forme pour le théâtre et l’art non-européens depuis le début des années 1980. Mais est-il qu’un simple spectacle superficiel en matière multiculturelle ou une consolation humanitaire aujourd'hui ? Quel est le potentiel et la responsabilité des échanges culturels mondiaux pour une décolonisation de la Suisse ? Pour répondre à ces questions un anthropologue social Rohit Jain s'entretiendra avec le directeur artistique du spectacle théâtral Matthias von Hartz - et tous-tes ceux-celles qui seront présents-tes. Entrée gratuite.

Glossaire
Glossaire #NouvelleSuisse

 

Le glossaire #NouvelleSuisse est un ensemble de concepts qui nous aident à mieux comprendre certains événements sociaux liés à la migration, à la diversité et au racisme en Suisse - de manière fondée, critique et polyphonique. Il ne s'agit pas de concepts statiques, mais d'idées en perpétuel mouvement. Les deux entrées #NouvelleSuisse et #DeepDiversity constituent le point de départ de la collection. D'autres viendront s'y ajouter au cours des mois suivants.

Diversity Unpacked – Kommentar zu einem schillernden Begriff

mercredi, 14. septembre 2022

De Asmaa Dehbi, Vorstandsmitglied INES

 

Zum vierten Mal wurden in Bern verschiedene Akteur:innen und Projekte im Bereich Diversität und Inklusion ausgezeichnet. (Bild: Sandra Blaser)

Diversity ist das Wort der Stunde und scheint Garant für eine gerechte und plurale Gesellschaft zu sein. Mit dem Erhalt des Swiss Diversity Awards in der Kategorie «Religion» nimmt die Preisträgerin und INES-Vorstandsmitglied Asmaa Dehbi eine kurze Einordnung des Diversitätsbegriffs vor.

Forum & Late Night Show #NOUVELLESUISSE
22.septembre 2018 10:00 – 23.septembre 03:30

 

Elle est là depuis longtemps...Une #NOUVELLESUISSE. Depuis plus d'un an, INES réunit une collection de voix, de visages, d'histoires, d'images et de réalités issues de l'immigration. Le 22 septembre 2018, INES vous invite à des interventions de politique culturelle, des conférences, des débats politiques, des spectacles, à un Late Night-show et à une fête…

L’importanza dei suoni nell’universo della clandestinità

lundi, 8. août 2022

De Erik Altorfer, illustrazioni: Nando von Arb

 

Negli anni ’60, i miei suoceri sono emigrati dall’Italia nella Svizzera tedesca; una grande povertà li ha costretti a fare questo passo. Quando la loro figlia Paola nacque a Zurigo, la polizia degli stranieri, come sempre in questi casi, contattò la famiglia: la bambina avrebbe dovuto lasciare il paese dopo tre mesi, il suo soggiorno era illegale. La madre ha dovuto portare il neonato da suo fratello in Italia, un lungo viaggio in treno, il ritorno, da sola, ricorda la madre, «è stato terribile».

Tour de Nouvelle Suisse – Mein Postmigrantisches Basel
22.octobre 2022 14:00

 

Vor Gericht die Schweizer Migrationspolitik ändern? Eine Debatte über Möglichkeiten und Grenzen des Rechtswegs zur Erreichung politischer Fortschritte

jeudi, 19. mai 2022

De Fanny de Weck & Tarek Naguib

 

Fanny de Weck und Tarek Naguib diskutieren über die Möglichkeiten und Grenzen des Rechts im Kampf um ein Ausländer-, Asyl- und Bürgerrecht frei von Willkür und dafür mehr Gerechtigkeit. Dabei sind sie sich nicht immer einig, was mit einem Rechtsstreit vor Gericht erreicht werden kann und was nicht: wo seine Potenziale und wo seine Grenzen liegen? Letztlich geht es ihnen aber beiden darum, dass die Grund- und Menschenrechte von Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung auch umgesetzt werden - und dafür muss gekämpft werden.

Antirassismus in the Making. Ein Werkstattgespräch zu Allianzen, Identitätspolitik und Intersektionalität

samedi, 23. avril 2022

De Rahel El-Maawi, Rohit Jain, Franziska Schutzbach, Tarek Naguib

 

Die Arbeit des Institut Neue Schweiz INES ist vom Wunsch geprägt, laufende Debatten zu Migration, Diversität und Antirassismus zu dokumentieren, verschiedene Ansätze in Austausch zu bringen und offene strategische Fragen zu diskutieren. Im folgenden Gespräch thematisieren Rahel El-Maawi, Franziska Schutzbach, Tarek Naguib und Rohit Jain Fragen rund um Identitätspolitik, Repräsentation und Intersektionalität und verbinden diese miteinander. Ein Blogbeitrag in zwei Teilen. Zum Teil 2 des Gesprächs zu Antirassismus in the Making.

#DeepDiversity

Wer sterben gelassen wird: Strukturelle Differenzierungen in der Pandemie

vendredi, 25. février 2022

De Tino Plümecke & Linda Supik

 

Der Anstieg der Todesfälle bei Menschen ohne Schweizer Pass ist mit 21,8 Prozent während des Pandemie-Jahres 2020 fast doppelt so hoch wie der von Menschen mit Schweizer Staatsangehörigkeit. Während die Sterberate bei Frauen mit Schweizer Staatsangehörigkeit in den untersuchten Altersgruppen 45- bis 64-Jährige und 65- bis 74-Jährige leicht abnahmen, stiegen die Sterberaten bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Dies ergibt eine Auswertung der statistischen Daten des Bundes durch unsere Gastautor*innen Tino Plümecke und Linda Supik.

Einblick in die Vernissagen zum HANDBUCH NEUE SCHWEIZ - mit Ausblick ins kommende Jahr

jeudi, 23. décembre 2021

De Institut Neue Schweiz

 

In diesem letzten Blog-Beitrag im 2021 geben wir einen Einblick in die vier Vernissagen zum jüngst erschienenen HANDBUCH NEUE SCHWEIZ. Uns war es wichtig, Themen aufzugreifen, die das Institut Neue Schweiz INES auch im kommenden Jahr beschäftigen werden: ein neues Bürgerrecht, eine vielstimmige Bürger:innenschaft, diskriminierungsfreie Teilhabe und eine Schweiz, die für ihr globales Handeln Verantwortung übernimmt.

Handbuch #NeueSchweiz - für alle, die hier sind und noch kommen werden

lundi, 29. novembre 2021

De Institut Neue Schweiz

 

Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ (Diaphanes Verlag) ist ab sofort im Buchhandel erhältlich - voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit. Es schafft eine vielstimmige Plattform, die zum Nachdenken, zum Gespräch und zur Diskussion einladen möchte - und die vor allem Mut machen soll: solidarisch und selbstkritisch. Wer sich ein Bild machen möchte, kann hier die Einleitung lesen.

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

vendredi, 10. septembre 2021

De Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

dimanche, 30. mai 2021

De Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

Pour toutes les personnes qui vivent ici et qui viendront

mardi, 23. juin 2020

De Institute Nouvelle Suisse

 

Depuis que George Floyd a perdu la vie à cause des violences policières racistes aux États-Unis, la solidarité autour du mouvement « Black Lives Matter » s'est aussi clairement manifestée en Suisse, dans les débats publics, dans la rue et dans les discussions personnelles. L'Institut Neue Schweiz (INES) se montre solidaire à ces manifestations et à la lutte contre le racisme anti-Noir.

LETTRE OUVERTE AU CONSÉIL FÉDÉRALE: LES DIFFICULTÉS ÉCONOMIQUES EN PÉRIODE DE CRISE SANITAIRE NE SAURAIENT METTRE EN DANGER NI LE STATUT DE RÉSIDENT NI LES NATURALISATIONS - SOYONS SOLIDAIRES!

vendredi, 1. mai 2020

De INES Institut Nouvelle Suisse

 

La pandémie due au coronavirus n'est pas seulement une crise sanitaire, mais aussi une crise sociale et économique. De nombreuses personnes sont menacées par le chômage, dépendront de l'aide sociale et devront s'endetter, y compris en Suisse. Cela aura des conséquences financières et sociales massives, mais aussi – ce que beaucoup ne savent pas – des conséquences juridiques. Le critère d'intégration économique joue un rôle décisif dans les décisions relatives au statut de résident et à la naturalisation. La pandémie actuelle est donc une menace existentielle pour de nombreuses personnes. Cela concerne potentiellement un quart de la population résidente qui n'a pas la nationalité suisse, mais qui paie ses impôts et contribue à façonner le pays au quotidien.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

vendredi, 6. mars 2020

De Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

ÖFFENTLICHER APPELL: SOLIDARITÄT MIT DER REVOLUTION IM IRAN

vendredi, 4. novembre 2022

De Institut Neue Schweiz INES

 

INES solidarisiert sich mit der Revolution im Iran und unterstützt die iranischstämmigen Protestierenden in der Schweiz. Wir verurteilen jede Form totalitärer Interpretation von Weltanschauung und Religion für Verletzungen von Menschenrechten. Eine Demokratie lebt davon, dass durch sie Selbstbestimmung, Freiheit und Gleichheit in der Vielfalt gestärkt werden.

Glossaire
Glossaire #NouvelleSuisse

 

Le glossaire #NouvelleSuisse est un ensemble de concepts qui nous aident à mieux comprendre certains événements sociaux liés à la migration, à la diversité et au racisme en Suisse - de manière fondée, critique et polyphonique. Il ne s'agit pas de concepts statiques, mais d'idées en perpétuel mouvement. Les deux entrées #NouvelleSuisse et #DeepDiversity constituent le point de départ de la collection. D'autres viendront s'y ajouter au cours des mois suivants.

Forum & Late Night Show #NOUVELLESUISSE
22.septembre 2018 10:00 – 23.septembre 03:30

 

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22.octobre 2022 14:00

 

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Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

vendredi, 10. septembre 2021

De Anisha Imhasly

 

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An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

Pour toutes les personnes qui vivent ici et qui viendront

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Depuis que George Floyd a perdu la vie à cause des violences policières racistes aux États-Unis, la solidarité autour du mouvement « Black Lives Matter » s'est aussi clairement manifestée en Suisse, dans les débats publics, dans la rue et dans les discussions personnelles. L'Institut Neue Schweiz (INES) se montre solidaire à ces manifestations et à la lutte contre le racisme anti-Noir.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

vendredi, 6. mars 2020

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"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

#NouvelleSuisse

Entre l'exotisme et la critique? La passé et l'avenir postcoloniale du spectacle du theâtre de Zürich
30.août 2018 21:00 – 22:00

 

Le spectacle de théâtre de Zurich a été une plate-forme pour le théâtre et l’art non-européens depuis le début des années 1980. Mais est-il qu’un simple spectacle superficiel en matière multiculturelle ou une consolation humanitaire aujourd'hui ? Quel est le potentiel et la responsabilité des échanges culturels mondiaux pour une décolonisation de la Suisse ? Pour répondre à ces questions un anthropologue social Rohit Jain s'entretiendra avec le directeur artistique du spectacle théâtral Matthias von Hartz - et tous-tes ceux-celles qui seront présents-tes. Entrée gratuite.

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vendredi, 25. février 2022

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Der Anstieg der Todesfälle bei Menschen ohne Schweizer Pass ist mit 21,8 Prozent während des Pandemie-Jahres 2020 fast doppelt so hoch wie der von Menschen mit Schweizer Staatsangehörigkeit. Während die Sterberate bei Frauen mit Schweizer Staatsangehörigkeit in den untersuchten Altersgruppen 45- bis 64-Jährige und 65- bis 74-Jährige leicht abnahmen, stiegen die Sterberaten bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Dies ergibt eine Auswertung der statistischen Daten des Bundes durch unsere Gastautor*innen Tino Plümecke und Linda Supik.

Handbuch #NeueSchweiz - für alle, die hier sind und noch kommen werden

lundi, 29. novembre 2021

De Institut Neue Schweiz

 

Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ (Diaphanes Verlag) ist ab sofort im Buchhandel erhältlich - voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit. Es schafft eine vielstimmige Plattform, die zum Nachdenken, zum Gespräch und zur Diskussion einladen möchte - und die vor allem Mut machen soll: solidarisch und selbstkritisch. Wer sich ein Bild machen möchte, kann hier die Einleitung lesen.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

dimanche, 30. mai 2021

De Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

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vendredi, 1. mai 2020

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INES